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06.12.2011, 12:47 Uhr | Pressemitteilung Übersicht | Drucken
Dr. Christian Ehler zur Entscheidung von Vattenfall, das CCS-Projekt in Brandenburg zu beenden: "Brandenburg verpasst Chance!"

Die gestrige Ankündigung der Vattenfall AG, die Erprobung der CCS- (Carbon Capture and Storage) Technologie in Brandenburg nicht weiterzuführen, bedeutet - laut Dr. Christian Ehler, stellv. Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament und brandenburgischer Europaabgeordneten - eine verpasste Chance für das Land Brandenburg, besonders hinsichtlich der Einhaltung der ambitionierten Klimaschutzziele.


Der Europapolitiker stellt fest: "Es geht schlicht und einfach um die Zukunft der Braunkohleverstromung. Ein Ende der Stromversorgung aus der heimischen Braunkohle ist in Brandenburg noch lange nicht in Sicht, da der fossile Energieträger nach dem Wegfall der Atomenergie nun verstärkt gebraucht wird, um eine sichere und gleichmäßige Versorgung zu gewährleisten.“

„Gesamtinvestitionen von 1,2 Milliarden gehen nun verloren. Allein die EU wollte mehr als eine halbe Milliarde Euro u.a. für die Errichtung eines Demonstrationskraftwerkes in Jänschwalde bereitstellen. Diese Fördermittel können nun der Region nicht mehr zu Gute kommen. Gerade für ein Bundesland wie Brandenburg ist ein Verlust derartiger Investitionssummen mehr als bedauerlich,“ erläutert der Brandenburger Europaabgeordnete, der sich schon seit Jahren für eine schnelle Markteinführung von CCS einsetzt.

Ehler betont weiterhin: „Wir haben es hier mit einer exportfähigen Zukunftstechnologie und einem wichtigen Beitrag zum globalen Klimaschutz zu tun. Zudem hängt von der Erprobung und Erforschung der CCS-Technologie nicht nur eine gesicherte zukünftige Energieversorgung durch saubere Kohlekraftwerke, sondern auch die Zukunft einer Vielzahl von CO2-intensiven Industriezweigen in Deutschland und weltweit ab, denn Brandenburg ist ein Energieexportland, und sollte es auch bleiben. Dass die Braunkohle hier auch in Zukunft gebraucht wird, steht fest. Die entscheidende Frage dreht sich aber um das WIE der Verstromung- und damit um den Einsatz der CCS-Technologie für eine saubere Braunkohlenutzung.“

„Eine Weiterführung des CCS-Projektes hätte für Brandenburg die Chance dargestellt, sich mit der Erforschung dieser Zukunftstechnologie als Innovationsstandort zu etablieren. Ein definitives Abwenden von dieser Technologie verbaut nun den Weg hin zu einer sicheren und sauberen Stromversorgung. Auch die Gegner, die irrationale Ängste selbst gegen eine Untersuchung der CCS-Speicherung geschürt haben, werden schon bald mit der Frage konfrontiert werden, wie die absehbar massiven Arbeitsplatzverluste in der Energiewirtschaft zu verantworten sind“, schließt Ehler.


aktualisiert von Christian Ehler, 06.12.2011, 12:50 Uhr


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